Vorbericht zum Spiel der Damen I gegen Bietighein

Spannung nur für die Gäste

Im Mai letzten Jahres feierten die Herzogenauracher Handballerinnen die bayerische Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die 3.Liga. Nun fiebert die Mannschaft bereits dem letzten Spiel der regulären Drittligasaison entgegen - ein Heimspiel gegen die Bundesligareserve der SG BBM Bietigheim. In diesem will die Mannschaft den zahlreichen treuen Zuschauern einmal mehr ein Spiel voller erfrischendem Powerhandball zeigen. Zeitgleich mit allen weiteren Partien der Liga ist der Spielanpfiff am Sonntag um 17:00 Uhr in der Gymnasiumhalle Herzogenaurach.

Gegner SG BBM Bietigheim II profitiert von den professionellen Strukturen und der starken Jugendarbeit seines Vereins. Erst im März 2018 wurde ein Kooperationsvertrag mit Zweitligist SG H2Ku Herrenberg geschlossen, um die Bedingungen für eine gezielte Nachwuchsförderung weiter zu optimieren. Die Schwaben stehen aktuell punktgleich mit Metzingen II auf dem dritten Tabellenplatz. Bei einem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage von Metzingen und Haunstetten ist für die Nachwuchsspielerinnen sogar noch die Meisterschaft möglich.

Doch die Herzogenauracher Damen wollen das natürlich verhindern. Im Hinspiel waren die Karten im Voraus klar verteilt und dennoch entführte die Turnerschaft einen Punkt aus Bietigheim. Die Herzogenauracher reisten grippe- und verletzungsgeschwächt mit einer Rumpftruppe an und erkämpften sich nach einer aufopferungsvollen Mannschaftleistung ein 23:23-Unentschieden. Auch im morgigen Rückspiel ist Bietigheim Favorit. Diesmal kann das Herzogenauracher Team jedoch vollzählig auflaufen. Alle Spielerinnen außer den Langzeitverletzten Jana Lichtscheidel, Viktoria Egle und Carole Mittelheisser sind einsatzbereit. Zudem spielt man in eigener Halle, in der man mit den lautstarken Fans im Rücken schon so manchen Favoriten ins Wanken gebracht hat.

Trainer Klaus Watzinger gibt die Zielrichtung klar vor: „Wir wollen gewinnen und im letzten Heimspiel nochmal alles in die Waagschale werfen. Bietigheim ist trotz der jungen Spielerinnen sehr routiniert und clever. Sie machen wenige Fehler. Dennoch sind sie nicht unschlagbar.“ Konzentriert und professionell bereiten sich die Franken auf die Partie vor. Das Trainerduo Klaus Watzinger/Mirko Scholten nutzte die Trainingseinheiten, um seine Schützlinge intensiv auf die gegnerische Spielweise einzustellen.

Freilich schweben in den Köpfen aller Beteiligten schon die Relegationsspiele. Doch genau im Hinblick darauf soll das Spiel gegen Bietigheim der erste Schritt zum Erfolg sein. Die Trainer wollen die Möglichkeit wahrnehmen, um gezielt Spielerinnen zu aktivieren und einzusetzen. Zudem ist das Spiel immens wichtig, um Selbstbewusstsein für die Entscheidungsspiele aufzubauen. Ein Sieg wäre natürlich Gold wert. Regisseurin und Kopf der Mannschaft Nina Bestle betont: „ Wir geben 100 % und wollen gemeinsam als Mannschaft Spaß im Spiel haben. Alles Positive nehmen wir dann mit in die Relegation.“

Dass das Team gemeinsam stark aufspielen kann, hat es in der laufenden Saison schon häufig gezeigt. Unterschätzten die Gegner Herzogenaurach in der Vorrunde noch das ein oder andere Mal, so reist mittlerweile kein Team mehr ohne eine gehörige Portion Respekt an die Aurach.

L.Mergner